Bildbearbeitung – eine Wissenschaft für sich

5. Februar 2009

Hochzeitsfoto mit Texturen

Schade eigentlich, dass man in den kleinen Fotos auf unserem Blog nicht den Detailreichtum eines solchen Bildes sieht… Seit ein paar Wochen habe ich erkannt, dass wir unser Potential was die Bildbearbeitung betrifft nicht ausschöpfen. Um ein paar neue Designs & Stile zu testen, habe ich Stephanies Bild als Vorlage genommen & mehr als 25 aufwendige Bearbeitungen produziert. Ihr glaubt gar nicht was man alles in der Nachbearbeitung berücksichtigen kann. Sehr gern zeigen wir euch die Ergebnisse auf Fotopapier, um euren Geschmack aus zu loten.

Hochzeitsfoto auf alt gefärbt mit Vignette & Körnung

Warum ist Bildnachbearbeitung überhaupt notwendig? – Um es leicht zu erklären: Gerade bei der schnellen Reportagefotografie kann man oft keinen manuellen Weißabgleich durchführen, indem man etwas Weißes vor die Kamera hält & ihr sagt: ‘hier schau her, so sieht das Weiß aus’. Deshalb ist es notwendig, dass man die digitalen Dateien nachbearbeitet & ihnen sagt: ‘da schau her, die Kamera hats nicht gecheckt, aber das sind die Weißtöne’. Früher als noch auf Film fotografiert wurde, hat der Fotolaborant dem Film beim Ausbelichten der Fotos gesagt, wo die Weißtöne liegen bzw. wie die Farben vor Ort wirklich aussahen. :-) :-) :-)

Bildnachbearbeitung

So wie man die Kamera bzgl. der Farben eichen kann, funktioniert das auch mit dem PC-Monitor. Es kann sein, dass ihr die Farben an einem nicht kallibrierten Gerät ganz anders seht, als ich sie bearbeitet habe. & das Fotolabor zu dem ihr später geht könnte das Bild auch davon abweichend ausbelichten. Oder je nachdem, welches Papier man wählt, wirken die Farben unterschiedlich - eine echte Wissenschaft für sich :-) Hier nach ein paar unterschiedliche Spia- & Schwarz-Weißbearbeitungen, mal mit mal ohne Körnung, Weichzeichner, Vignette etc. 

Hochzeitsfoto mit Fotograffiti, Grafik 

Zu guter letzt noch einmal eine ganz andere Variante, die wie alle Bildbearbeitungen hier absolut Geschmackssache ist. Es ist mit Fotograffiti bzw. einer Graphik unterlegt. Das erste Foto ist mit mehreren Bildebenen bzw. Texturen verknüpft. Diese eingefügten Texturen sind Fotos von z.B. Leinwänden, verputzten Wänden, geknülltem Papier usw. Dieser Bildkunststil verfolgt einen malerischen Ansatz & stammt aus dem Pictorialismus. Wenn ihr mit der Maus über die Fotos scrollt seht ihr jeweils eine kleine Information zur Bearbeitung.                                                                                                (me)

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6 Reaktionen zu “Bildbearbeitung – eine Wissenschaft für sich”

  1. Alexander Kulla

    Ja, die Bildbearbeitung bietet fantastische Möglichkeiten. Ich nutze sie auch sehr gern, mal mehr – mal weniger.

    LG Alexander

  2. Mel

    Kaum bin ich mit dem Eintrag fertig, schon schreibst du lieber Alex :) Es kommt immer auf das Bild an, ob & wie man sie einsetzen sollte, denke ich.

  3. Nicole

    WOW sind die toll bearbeitet. Mir als Digital-Scrapbooker gefällt das letzte natürlich am allerbesten! Echt super!
    LG Nicole

  4. Mel

    Dankeschön! Stefanie (die Braut) fand auch das letzte am schönsten, wegen der Schmetterlinge, die sich wie ein roter Faden durch die Deko etc. der Hochzeit zogen. Ich hatte schon Bedenken es sei zu kitschig… :)

  5. Matthias Richter

    Hallo! Ich mag ja die entsättigten Bilder am meisten. Viele Grüße, Matthias

  6. Anna

    Dankeschön für die anschauliche Erklärung! Ich wusste gar nicht das das so funktioniert… Viele Grüße aus Nürnberg

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